Defizite und Verbesserungsmöglichkeiten in unserem Gesundheitssystem werden aus Sicht der Nutzer_innen, besonders der Patient_innen in den Mittelpunkt der Betrachtungen gerückt. Dabei wird nicht nur die Sichtweise des Einzelnen eingenommen. Die Frage, wie Patientengruppen und Patientenvertreter Einfluss auf die Gestaltung des Gesundheitssystems und der medizinischen Versorgung nehmen können, wird besonders beleuchtet.

Besonders interessante Vorschläge sind: Eine unabhängige „Stiftung Gesundheitstest und Patientenbelange“ für mehr Patientenorientierung durch Herstellung umfassender Transparenz für die Nutzerseite und die Unterstützung von Patientenorganisationen und Patientenvertretungen und ein „Marktwächter Gesundheit“ für den wachsenden zweiten Gesundheitsmarkt( e-Health, IGeL, Nahrungsergänzungsmittel) zur Marktbeobachtung.

FES WISO Diskurs 01/2017 (pdf)

Untersuchung der finanziellen Auswirkungen der Einbeziehung der Beamten in die gesetzliche Krankenversicherungspflicht auf Bund und Länder:

Fazit: Die Umstellung der Beamtenversorgung auf eine gesetzliche Krankenversicherungspflicht würde den Bund und die meisten Länder schon im ersten Jahr entlasten und auf mittlere Sicht zu erheblichen Einsparungen führen.

Die Studie als Download

Vortrag von Marlies Volkmer auf einer Veranstaltung der Arbeitsgemeinschaft der Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen (ASG) Sachsen zum Thema „Sterbebegleitung – Sterbehilfe“:

Jeder Mensch wünscht sich, an seinem Lebensende in Würde zu sterben. Was jeder Einzelne darunter versteht, ist individuell sehr unterschiedlich, trotzdem gibt es Dinge, die sich jeder auf seinem letzten Weg wünscht.

Das ist ganz maßgeblich die Begleitung durch die Familie, Freunde, einen verständnisvollen Arzt und einfühlsames Pflegepersonal. Und alle wünschen sich ein friedliches Einschlafen ohne Schmerzen und Angst.

Zugleich haben Menschen Sorgen, am Ende des Lebens in Abhängigkeit zu geraten von Entscheidungen anderer, sowohl im medizinischen als auch rechtlichen Bereich, z. B. dass sie keine Hilfe erhalten, wenn sie sterben wollen.

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Die erste Öffentliche Anhörung des Gesundheitsausschusses in dieser Legislaturperiode fand zum 14. SGBV- Änderungsgesetz statt. Von besonderem Interesse war dabei die geplante Rücknahme der Nutzenbewertung für auf dem Markt befindliche patentgeschützte Arzneimittel. Die Beurteilung durch die Verbände und Sachverständigen fiel je nach Blickwinkel und Interessenlage sehr unterschiedlich aus. Während die forschende Pharmaindustrie die vorgesehene Rücknahme begrüßte, kritisierten die Vertreter der Ärzteschaft und die Patientenvertreter den Verzicht auf die Nutzenbewertung, weil so keine qualitative Bewertung der schon auf dem Markt befindlichen patentgeschützten Arzneimittel erfolgen würde. Der Spitzenverband der Krankenkassen kritisierte ebenfalls den Verzicht auf die Bestandsmarktbewertung aus qualitativer Hinsicht. Mehr

finanzierung_gkvJens Spahn (Verhandlungsführer der CDU) zeigte sich zufrieden darüber, dass der Arbeitgeberbeitrag für die Krankenversicherung bei 7,3 % gesetzlich festgeschrieben bleibt. „ Das ist ein wichtiges Signal für Arbeitsplätze in Deutschland“, so Jens Spahn. Ein Erfolg für die CDU/ CSU ist es auch, dass an der Dualität der Krankenversicherung von gesetzlich und privat nicht gerüttelt wird.

Karl Lauterbach (Verhandlungsführer der SPD) sprach vom „ historischen Ende der Kopfpauschalen“, weil die einkommensunabhängigen Zusatzbeiträge, die die Krankenkassen von ihren Versicherten erheben konnten, wenn die Zuweisungen für die Krankenkassen aus dem Gesundheitsfond nicht ausreichten, abgeschafft werden. Mehr